Mittwoch, 17. Februar 2010
Letzte Woche
Zum Ende hin wird man immer nochmal produktiv, scheint mir... Wobei das vielleicht eher an den Einsendeschlüssen Ende Februar einiger Konferenzen liegt. Zwei paper, davon ein stark überarbeitetes, sind nun einigermaßen fertig und ich bin ziemlich zufrieden. Auch mit dem "hiesigen" Aufsatz kommen wir voran.
Da ich am Dienstag einen Vortrag über die wiss. Ergebnisse meiner Zeit hier halten muss, habe ich ihn heute angefangen vorzubereiten. Leider kostet mich ein Vortrag in Latex deutlich mehr Zeit als in Word. Auch bin ich inhaltlich nicht so souverän wie bei meinen bisherigen Projekten, einfach weil ich im technischen Bereich nicht alles verstehe. Nun ja, ist halt Teamwork.

Nebenher versuche ich noch möglichst viele Leute ein letztes Mal zu treffen. Und zu meiner Freunde kommt mein Liebster mich am Wochenende noch einmal besuchen. Dann müssen wir einmal wenigstens auf einen Berg hoch - denn ich kann nicht von einem halben Jahr in der Schweiz zurückkehren, ohne auf einem Berg gewesen zu sein!

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Montag, 8. Februar 2010
Besuch in Brighton
Vorhin bin ich aus Brighton zurückgekommen, wo ich über das Wochenende meine Kollegin besucht habe. Die Ankunft war wunderschön: aus dem in der Sonne leuchtenden Watte-Meer ragten die Alpen heraus, schneebedeckt und zerklüftet.
Da ich ja Brighton von meinem eigenen Aufenthalt her kenne (es ist schon unglaubliche zwei Jahre her!), sind wir spazieren gegangen und haben zweimal alte Bekannte zum Tee getroffen - am Sonnabend saßen wir dabei sogar draußen in einem Strandcafé. Wobei ich zugeben muß, dann irgendwann doch ziemlich durchgefroren gewesen zu sein. Abends haben wir Video geguckt, weil im Kino nichts kam. Auch haben wir drei Stunden einem gemeinsamen Paper gewidmet, das schon ziemlich weit gediehen ist. Es war schön, noch einmal hingefahren zu sein, was ich mir lange vorgenommen, aber dann doch immer nicht durchgeführt hatte.
Nun steht eine kurze Woche an, aber in dieser soll das hiesige Paper Fortschritte machen.

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Sonntag, 24. Januar 2010
Forschungsprojekte
Man braucht wirklich Durchhaltevermögen als Wissenschaftler. Nachdem ich drei Aufsätze in Folge abgelehnt von wissenschaftlichen Zeitschriften zurückbekommen habe, bin ich natürlich etwas frustriert und frage mich, warum ich so wenig Erfolg habe. Ich gebe mir Mühe bei der Arbeit, aber meistens lehnen die Referees irgendwelche Argumentationen ab, weil sie einfach anderer Meinung sind. Da hilft manchmal keine noch so ausführliche Begründung.
Immerhin bearbeite ich mehrere Projekte gleichzeitig, was mir wieder Hoffnung macht. Eines der abgelehnten Paper habe ich überarbeitet und eines, das ich im Sommer begonnen habe, ist nun in einer ersten Version fertig und auch das Projekt mit den Zürcher Kollegen kommt voran. Allerdings haben wir dort noch ein mittelgroßes inhaltliches Problem zu lösen. Ob wir das jetzt noch lösen, bevor ich zurück nach Marburg gehe, müssen wir mal abwarten.
Von daher finde ich meine Arbeit manchmal als ziemlich mühselig. Ich bräuchte mal wieder ein Erfolgserlebnis!

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Donnerstag, 21. Januar 2010
andere Wohnung
Nun bin ich schon fast drei Wochen zurück aus dem erholsamen Weihnachtsurlaub. Da die Lehre vorbei ist, kann ich mich nun aufs Forschen konzentrieren und komme ganz gut voran.
Ich wohne nun in einer WG mit Nora, einer wirklich sehr netten Schweizerin. Es ist mehr als eine Zweckgemeinschaft und ich komme oft in den Genuß von warmem Essen. Zudem habe ich mir aus dem hiesigen Bücherregal gerade "Stiller" von Max Frisch genommen, weil ich dieses Jahr gern wieder mehr lesen würde als im vergangenen.
Der Weg ins Büro ist nun sehr kurz und angenehm. Bei dem Schnee der ersten beiden Januarwochen bin ich gelaufen, nun nehme ich auch mal das Fahrrad, das mir meine Vermieterin (Noras Mitbewohnerin=meine Vermieterin ist für 3 Monate im Indien-Urlaub) auch gleich mit überlassen hat. Mein guter Vorsatz für das neue Jahr ist es, wieder mehr Sport zu treiben und bisher war ich ein oder zweimal die Woche beim Unisport. Zwar gehe ich nur ganz langweilig aufs Rad/Crosstrainer und an Muskelaufbaugeräte, aber das tut meinem Rücken gut und man kann es jederzeit tun.
Am Montag wird der Klavierstimmer kommen und dann kann ich vielleicht auch noch dieses Hobby wieder aufwärmen - wenn ich die Zeit dazu finde!

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Mittwoch, 16. Dezember 2009
unser Forschungsprojekt
Heute gab es einen Vortrag von einem in der Patent- und Innovationsforschung wichtigen amerikanischen Professor, Lee Fleming. Anschließend haben wir ihm von unserem Projekt erzählt, da wir von ihm die Daten (US-Patente) haben. Er fand es sehr gut und was uns vor allem bestätigte, war, dass er mehr oder weniger auch das gleiche macht/machen will/machen wollte. Daher ist es natürlich schwer zu sagen, ob er uns irgendwelche wichtigen Hinweise vielleicht nicht gesagt hat, aber ich empfand das Treffen als sehr positiv. Er war so typisch amerikanisch offen-freundlich-charmant, das macht Spaß. Er sagte auch, dass es im Prinzip möglich wäre, für einen Besuch zu ihm nach Harvard zu kommen, allerdings muss man dann die Finanzierung klären (das ist ja immer das Hauptproblem). Naja, mal schauen, was er zu dem Paper sagt, wenn wir es jetzt in einer Hauruckaktion als Diskussionpapier fertigstellen. Das wollen wir tun, um das Thema für uns zu "sichern" und ich glaube auch, dass wir das ziemlich schnell schaffen können.
Morgen muss ich nun aber früh raus, um ab 8 Uhr die Klausur zu beaufsichtigen. Fast drei Stunden habe ich heute schon für das Drucken/Kopieren der Aufgaben benötigt, weil der Kopierer sich natürlich immer wieder staute und die Hiwis schon alle nicht mehr da waren am frühen Abend...

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Dienstag, 8. Dezember 2009
Die Zeit rennt...
Nun habe ich nur noch anderthalb Wochen zu arbeiten, bevor ich mich auf Heimaturlaub nach Darmstadt begebe - und die Zeit bis dahin wird mehr als schnell vergehen, weil ich drei Tage noch nach Marburg fahre, um dort das Seminar abzuhalten. Die Korrektur der Arbeiten dazu drängt sehr und da war ich heute schon etwas nervös, als ich mich erst wieder 2h mit der Klausur für nächste Woche beschäftigen mußte und wir dann den halben Nachmittag Lehrstuhl-Besprechung hatten.
Die schönste neue Nachricht ist, dass ich nun sechsfache Tante bin. Meine Schwester hat einen gesunden, großen Jungen bekommen. Wir freuen uns alle.
Nachdem ich letzte Woche Cecilia Bartoli in der Tonhalle hören durfte (welch temperamentvolle Frau mit toller Stimme!) werde ich am Vorabend vom 4. Advent das Weihnachtskonzert genießen, das Kent Nagano dirigieren wird und in dem unter anderem die Nußknacker-Suite gespielt wird. Hier in Zürich kann man wirklich lauter Berühmtheiten live erleben, das ist ein ungewohntes Gefühl für mich, seit ich nicht mehr in Dresden bin...

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Samstag, 28. November 2009
Fast 1. Advent
In vier Wochen ist Weihnachten. Davor endet hier in Zürich auch das Herbstsemester und meine Arbeit für die Vorlesung/Übung wird endlich beendet sein. Die letzten Tag habe ich mit einem Kollegen eine Klausur gebastelt, die hier dann vom Lehrstuhl gemeinsam korrigiert wird (jeder eine Aufgabe bei ca. 90 Studenten). Vorher ist noch mein Blockseminar in Marburg am 3. Advent - das wird ein anstrengendes Wochenende!
Für Januar und Februar habe ich nun ein tolles WG-Zimmer gefunden, nur etwa 2km vom Büro entfernt. Die Pendlerei geht mir auch einigermaßen auf den Geist. Wenn ich wenigstens in einen Bus einsteigen könnte und dann eine halbe Stunde lesen! Alle 10min umzusteigen bringt weniger Zeit zum Lesen.
Unsere Forschung kommt voran. Derzeit grübeln wir über ein theoretisches Modell. So etwas macht mir Spaß, auch wenn ich es schwierig finde. Da komme ich manchmal an die Grenze meiner Intelligenz, habe ich das Gefühl. Wir haben uns eine durchaus große Aufgabe vorgenommen und ich würde mich sehr freuen, wenn wir eine schöne Theorie finden, die in etwa auch den empirischen Daten entspricht.
Seit zwei Wochen gehe ich nun zum Unisport mit meiner in Zürich lebenden alten Schulfreundin. Im Winter neige ich ja gern dazu, auf Sport zu verzichten und zu zweit macht es mehr Spaß, zumal das neue Sportzentrum auf dem Hönggerberg auch noch eine Sauna und einen Whirlpool bietet.
Letztes Wochenende in Waldbröl haben wir einen sehr netten "Vor-Advents-Tee" gefeiert, wofür ich in der neuen Küche fleißig Kuchen gebacken habe. Trotz weiter Anreise, die eigentlich alle nach W. haben, sind wir zu zehnt gewesen. Unsere Wohnung ist schon richtig gemütlich geworden!

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Samstag, 14. November 2009
Konferenz
Vor einer Woche war ich in Amsterdam auf einer Konferenz. Zuersteinmal war ich sehr begeistert von Amsterdam, denn es ist eine hübsche Stadt und soweit ich das beurteilen kann auch recht lebhaft.
DIe Konferenz war sehr weit gefaßt vom Thema, so daß die Mehrheit der Vorträge für mich weniger interessant war. Ich hatte aber Glück mit meiner eigenen Session, die ich organisiert habe und wo ich "Chair" war, also Moderator. Das Thema waren Innovationsnetzwerke und die anderen beiden Vorträge neben meinem eigenen waren nicht zu weit weg von meinem Thema und für mich interessant. Zudem waren unter den 10 Zuhören mehrere wichtige Profs in dem Gebiet. So bekam ich gute Anregungen und auch insgesamt war die Stimmung in der kleinen Gruppe sehr konstruktiv und nicht negativ-kritisch. Die Ideen bedeuten natürlich einige Arbeit für mich, was ich gern mache. Natürlich ist es eine zweispältige Sache, wenn ich nun an Dingen arbeite, die mehr zu meiner Marburger Arbeit gehören, aber bei einem Projekttreffen mit meinen Zürcher Kollegen haben wir festgestellt, dass die "Programmierer" jetzt erstmal Daten auswerten sollen, während ich "nur" mit dem Text für das Paper anfange, d.h. die aktuelle Forschung zusammenfasse. Das ist nicht ganz so aufwendig.
So habe ich auch noch Zeit für die Seminararbeiten (zwei Drittel sind erledigt) sowie zwei Aufsätze, die von Bekannten/Freunden an mich herangetragen wurden, damit ich sie kommentiere bzw. bei dem einen überlegen wir auch ein gemeinsames Projekt.

Aber nein, ich arbeite nicht NUR. Diese Woche habe ich Salman Rushdies Satanische Verse beendet und eine Rezension für meine Homepage geschrieben. Der nächste Roman ist Der Schatten des Windes, wobei ich gestern abend aber nur die ersten 25 Seiten gelesen habe.
Am Dienstag hatte ich zum ersten Mal Gäste hier und wir saßen in einer kleinen gemütlichen Runde beisammen. Es war schön, nicht den langen Heimweg zu haben. Aber den habe ich voraussichtlich auch nur noch bis Weihnachten, denn ich bin gerade auf Zimmersuche für Januar und Februar (die Wohnung hier kann ich nicht länger haben) und dabei versuche ich näher an die Innenstadt zu ziehen. Hoffentlich klappt es bald, denn Zimmersuche in Zürich ist nicht leicht!

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Montag, 2. November 2009
Seminararbeiten korrigieren
Derzeit sitze ich mal wieder an Seminararbeiten, und zwar denen von Seminar und Exkursion aus dem Sommersemester in Marburg. Es ist unglaublich, was für positive (selten) und negative (oft) Erlebnisse man hat, und das mit Studenten, die schon 2 bis 5 Jahre an der Uni sind. Interessant wird es, wenn ein Fremdwort auftaucht, das ich nicht kenne. Schlimm sind Arbeiten, die auf ungefähr einer Quelle beruhen oder immer wieder ganze Sätze abschreiben, ohne das richtig zu kennzeichen. Und die Kommasetzung, die Rechtschreibung, der Stil! Wenn ich die Texte sehe, dann hat die Rechtschreibreform wohl keinen Erfolg gehabt, den Leuten zu weniger Fehlern zu verhelfen.
Besonders freue ich mich über den typischen Beginn (unter dem Titel XY): "Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit XY." Wow, das hätte ich ja gar nicht erwartet!
Immerhin amüsieren mich viele dieser Dinge zwischendurch. Aber ich muss noch an mir arbeiten, das ganze schneller zu erledigen, denn derzeit brauche ich mindestens eine Stunde pro Seminararbeit, bei schlechteren eher mehr, weil ich dann die Originalquellen suche. Bei 50 Seminararbeiten zwischen Oktober und Dezember ist das zuviel. Aber heute habe ich festgestellt, dass ich kein schlechtes Gewissen zu haben brauche, wenn ich an dem neuen Projekt erst wenig gearbeitet habe, denn der eine Kollege hat noch gar nicht angefangen und der andere hat ungefähr soviel wie ich gemacht. Daher mache ich nun noch ein paar alte Sachen fertig, bevor ich mich richtig in die neuen stürze.

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Montag, 26. Oktober 2009
Zürich und Dresden
Das ETH Hauptgebäude wurde von Gottfried Semper entworfen, also dem Erbauer der Semperoper in Dresden. Dieser war 15 Jahre Professor in Dresden gewesen (1834-49). Am Dresdner Maiaufstand 1849 beteiligte sich Gottfried Semper an vorderster Front. Als der Aufstand scheiterte, floh er und zog einige Jahre durch Europa, bevor er von 1855-71 in Zürich Professor war. Als die Oper in Dresden abbrannte, wurde sie erneut von Semper gestaltet, jedoch reiste Semper nie wieder nach Dresden und sein Sohn kümmerte sich vor Ort um den Bau.
Den Bau des ETH Hauptgebäudes beaufsichtigte Gustav Zeuner (auch 1855-71 in Zürich), der zuvor in Leipzig seinen Doktor machte und hinterher in Freiberg lehrte. Allen Dresdnern dürfte dieser Name vom Zeuner-Bau der Universität bekannt sein. Er hatte Doktoranden, die später berühmt wurden, nämlich Conrad Röntgen und Carl von Linde.
Zu den weiteren in der Schweiz entstandenen Bauten Gottfried Sempers zählt unter anderem die Urania Sternwarte (1861 - 1864) in Zürich und das Stadthaus in Winterthur.
Weitere Dresdner Revolutionäre, die nach Zürich geflohen sind, sind Richard Wagner und Theodor Mommsen.
Diese vielfältigen Verbindungen von Dresden und Zürich waren mir bisher nicht bekannt...
(Quelle: überwiegend Wikipedia)

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