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Mittwoch, 24. Oktober 2007
interessante Entdeckung
sidonietta, 11:46h
Gestern habe ich mich ans Klavier gesetzt und einzelne Töne herumprobiert, nachdem wir am Montag in Frankfurt festgestellt hatten, daß der 500Hz-Ton für mich links und rechts unterschiedlich klingt.
Die Töne unterhalb von gis' höre ich rechts und links gleich. Das gis' klingt etwas blechern, aber in der Höhe normal. a' ist eine Spur zu tief (ungefähr ein gis'), aber das b' ist fast ein c'', also fast ein Ganzton zu hoch. Das bleibt so bei den Tönen bis cis'', vom d'' ist der Ton zu leise, um ihn zu vergleichen mit dem linken Ohr, bzw. das Anschlaggeräusch des Klaviers ist dann lauter als der Ton.
Das zeigt doch, daß im Bereich 440-450Hz die Schwingungen irgendwie blockiert sind! Meine Vermutung ist, daß dort die Elektrode endet und irgendwo anstößt.
Morgens nach dem Aufwachen ist der Tinnitus rechts am stärksten. Auch das finde ich verwunderlich, denn eigentlich müßte ich doch nach eine ruhigen Nacht morgens entspannt sein und das Ohr beruhigt. Die Töne sind zwar lästig, aber auszuhalten. Trotzdem hoffe ich sehr, daß sie wieder weggehen...
Die Töne unterhalb von gis' höre ich rechts und links gleich. Das gis' klingt etwas blechern, aber in der Höhe normal. a' ist eine Spur zu tief (ungefähr ein gis'), aber das b' ist fast ein c'', also fast ein Ganzton zu hoch. Das bleibt so bei den Tönen bis cis'', vom d'' ist der Ton zu leise, um ihn zu vergleichen mit dem linken Ohr, bzw. das Anschlaggeräusch des Klaviers ist dann lauter als der Ton.
Das zeigt doch, daß im Bereich 440-450Hz die Schwingungen irgendwie blockiert sind! Meine Vermutung ist, daß dort die Elektrode endet und irgendwo anstößt.
Morgens nach dem Aufwachen ist der Tinnitus rechts am stärksten. Auch das finde ich verwunderlich, denn eigentlich müßte ich doch nach eine ruhigen Nacht morgens entspannt sein und das Ohr beruhigt. Die Töne sind zwar lästig, aber auszuhalten. Trotzdem hoffe ich sehr, daß sie wieder weggehen...
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Montag, 22. Oktober 2007
es geht nur langsam voran
sidonietta, 23:11h
Also so richtig beeindruckende Fortschritte mache ich nicht mit dem CI. Ich stelle fest, das fast jedes Geräusch, das ich kenne, auch noch eine hochfrequente Komponente hat und das überhaupt der Alltag aus extrem vielen hohen Frequenzen besteht. Irgendwie hatte ich nicht ganz soviel erwartet. Aber leider kann ich weiterhin eigentlich nichts unterscheiden, so lange ich nicht weiß, was es ist. Wenn ich mir die Vokale vorspreche, klingen sie über das CI unterschiedlich. Aber wenn jemand anderes sie sagen würde und ich das Restgehör nicht hätte, wüßte ich sicher nicht, um was es sich handelt.
Immerhin braucht mein Hörnerv nicht ständig mehr Strom, bei manchen CI-Patienten gewöhnt sich der Nerv sehr schnell an das was er hört, und braucht dann eine stärkere Einstellung. Ich dagegen empfinde die erste Einstellung immer noch als laut (teilweise auch zu laut), wodurch ich wohl weniger oft zum Techniker muß wegen einer neuen Einstellung.
Leider habe ich seit drei Tagen einen ziemlichen Tinnitus, und zwar genau auf den "neuen" Frequenzen, mal mehr mal weniger, aber vor allem dann, wenn ich das CI absetze. Also bleibt es besser an! Ich vermute, dass Gehirn ist überfordert und wenn die neuen Töne ausbleiben, produziert es eben selbst welche.
Alle meine Erfahrungen sind wohl sehr "normal", wie ich heute im Gespräch mit dem Techniker und der Frau, die einen Tag vor mir operiert wurde, feststellen konnte. Ich hoffe sehr, dass die Ohrgeräusche wieder verschwinden...
Immerhin braucht mein Hörnerv nicht ständig mehr Strom, bei manchen CI-Patienten gewöhnt sich der Nerv sehr schnell an das was er hört, und braucht dann eine stärkere Einstellung. Ich dagegen empfinde die erste Einstellung immer noch als laut (teilweise auch zu laut), wodurch ich wohl weniger oft zum Techniker muß wegen einer neuen Einstellung.
Leider habe ich seit drei Tagen einen ziemlichen Tinnitus, und zwar genau auf den "neuen" Frequenzen, mal mehr mal weniger, aber vor allem dann, wenn ich das CI absetze. Also bleibt es besser an! Ich vermute, dass Gehirn ist überfordert und wenn die neuen Töne ausbleiben, produziert es eben selbst welche.
Alle meine Erfahrungen sind wohl sehr "normal", wie ich heute im Gespräch mit dem Techniker und der Frau, die einen Tag vor mir operiert wurde, feststellen konnte. Ich hoffe sehr, dass die Ohrgeräusche wieder verschwinden...
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Freitag, 19. Oktober 2007
Foto von mir mit CI
sidonietta, 11:26h
So sieht das also von der Seite aus, wobei man die Haare aber gut drüber fallen lassen kann:

Von vorn ist das Gerät ziemlich unauffällig.

Von vorn ist das Gerät ziemlich unauffällig.
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Donnerstag, 18. Oktober 2007
Erstanpassung
sidonietta, 22:18h
Die ersten zwei Tage der Erstanpassung habe ich hinter mir. So richtig begeisternd war das bisher noch nicht, aber mir ist klar, dass meine Erlebnisse keinesfalls ungewöhnlich sind.
Ich habe sehr feine Hörnerven und lustigerweise war daher das allererste, was ich mit dem CI hörte, der Einschalt-Ton, weil sie mir den Sprachprozessor erst angelegt hatten und dann das Ganze eingeschaltet haben. Das war die erste Überraschung.
Dann wurden die einzelnen Elektroden aktiviert und es war schon interessant, diese für mich ziemlich unbekannten Töne zu hören.
Es zeigte sich dann, daß Elektroden 11 und 12 nicht mehr richtig in der Cochlea liegen, weswegen wir sie nicht aktiviert haben. Ich konnte die Töne gleich relativ gut auseinanderhalten, hatte aber überhaupt kein Gefühl dafür, was laut und was leise war. Das war für mich die zweite Überraschung, denn ich dachte, man kann immer sagen, ob etwas laut oder leise ist. Der arme Ingenieur war etwas verzweifelt, als er mir Geräusche vorspielte und ich die mal laut mal leise fand, unabhängig von der tatsächlichen Lautstärke. Das war heute, am zweiten Tag, aber schon viel besser.
Alles pfeift und klingelt und da ich ja ein gutes Restgehör habe, kommt es mir etwas wie ein Tinnitus vor - immer da, nur etwas strukturierter. Ich verstehe gar nichts, bemerke aber die Sprachmelodie (also die Betonungen etc).
Erste Entdeckungen waren der Klang eines Löffels auf Porzellan und das Zischen von Schuh-Imprägnierspray. Das komische ist: Mit all diesen Geräuschen verbinde ich einen Klang, der aber eben nur aus tiefen Lauten besteht. Und jetzt kommt da plötzlich noch was furchtbar hohes dazu! Ich glaube, mein Restgehör ist derzeit eher ein Hindernis...
Immerhin: Ich empfinde das CI nicht als unangenehm, bisher noch nie als zu laut und ich muß es nicht absetzen.
Heute nachmittag im Sessel dann plötzlich ein Klingeln. Ich vermutete eine der vielen Uhren, die mein Vater so in der Wohnung verteilt hat, aber dann stellte sich heraus, dass es die Türklingel war und als mein Vater dann nochmal klingelte, konnte ich sogar hören, dass es erst ein höherer und dann ein tieferer Ton ist! Das fand ich schon einen Fortschritt. Aber alles auf einem niedrigen Niveau, das mich noch sehr viel Arbeit erwarten läßt.
Ich schwanke also zwischen guten und schlechten Gefühlen, aber irgendwie bin ich auch total stolz auf mich, dass ich mir diesen ganzen "Stress" von OP bis Reha antue und würde am liebsten der ganzen Welt zeigen: Seht her, ich habe ein CI!
Ich habe sehr feine Hörnerven und lustigerweise war daher das allererste, was ich mit dem CI hörte, der Einschalt-Ton, weil sie mir den Sprachprozessor erst angelegt hatten und dann das Ganze eingeschaltet haben. Das war die erste Überraschung.
Dann wurden die einzelnen Elektroden aktiviert und es war schon interessant, diese für mich ziemlich unbekannten Töne zu hören.
Es zeigte sich dann, daß Elektroden 11 und 12 nicht mehr richtig in der Cochlea liegen, weswegen wir sie nicht aktiviert haben. Ich konnte die Töne gleich relativ gut auseinanderhalten, hatte aber überhaupt kein Gefühl dafür, was laut und was leise war. Das war für mich die zweite Überraschung, denn ich dachte, man kann immer sagen, ob etwas laut oder leise ist. Der arme Ingenieur war etwas verzweifelt, als er mir Geräusche vorspielte und ich die mal laut mal leise fand, unabhängig von der tatsächlichen Lautstärke. Das war heute, am zweiten Tag, aber schon viel besser.
Alles pfeift und klingelt und da ich ja ein gutes Restgehör habe, kommt es mir etwas wie ein Tinnitus vor - immer da, nur etwas strukturierter. Ich verstehe gar nichts, bemerke aber die Sprachmelodie (also die Betonungen etc).
Erste Entdeckungen waren der Klang eines Löffels auf Porzellan und das Zischen von Schuh-Imprägnierspray. Das komische ist: Mit all diesen Geräuschen verbinde ich einen Klang, der aber eben nur aus tiefen Lauten besteht. Und jetzt kommt da plötzlich noch was furchtbar hohes dazu! Ich glaube, mein Restgehör ist derzeit eher ein Hindernis...
Immerhin: Ich empfinde das CI nicht als unangenehm, bisher noch nie als zu laut und ich muß es nicht absetzen.
Heute nachmittag im Sessel dann plötzlich ein Klingeln. Ich vermutete eine der vielen Uhren, die mein Vater so in der Wohnung verteilt hat, aber dann stellte sich heraus, dass es die Türklingel war und als mein Vater dann nochmal klingelte, konnte ich sogar hören, dass es erst ein höherer und dann ein tieferer Ton ist! Das fand ich schon einen Fortschritt. Aber alles auf einem niedrigen Niveau, das mich noch sehr viel Arbeit erwarten läßt.
Ich schwanke also zwischen guten und schlechten Gefühlen, aber irgendwie bin ich auch total stolz auf mich, dass ich mir diesen ganzen "Stress" von OP bis Reha antue und würde am liebsten der ganzen Welt zeigen: Seht her, ich habe ein CI!
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Dienstag, 16. Oktober 2007
Aufregung
sidonietta, 12:44h
Morgen ist also die Erstanpassung und ich bin schon gespannt. Werde ich klare Töne hören, wenn die Elektroden aktiviert werden? Kann ich Geräusche unterscheiden oder höre ich nur Einheitsbrei? Im HCIG-Forum schrieben gerade mehrere von ihrer Erstanpassung und da war in den ersten Wochen fast gar nichts an Sprache zu verstehen, sondern sie waren froh, wenn sie Uhrticken, Autos und Hundegebell unterscheiden konnten. Natürlich hoffe ich insgeheim, dass es bei mir ziemlich gut gelingt, aber man weiß nie...
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Dienstag, 2. Oktober 2007
mir geht's gut
sidonietta, 14:11h
Also ich bin schon wieder wirklich fit, nur nicht ganz so leistungsfähig. Das ist aber nach knapp zwei ruhigen WOchen auch kein Wunder. Die Wunde - eigentlich schon mehr Narbe - ist druckempfindlich, meine Brille kann ich leider derzeit nicht tragen, aber ich will sie mir beim Optiker weiter stellen lassen, damit sie nicht drückt. Lästiger ist das immer noch "verstopfte" Ohr, d.h. ich höre rechts nur sehr wenig. Und so als Einohrige höre ich doch noch deutlich weniger als sonst. Ich bewundere die Geduld meine Mutter, nur mit mir zu sprechen, wenn wir uns ansehen...
Das weitere Abheilen geht also nur langsam voran nachdem anfangs ja alles superschnell besser wurde, aber ich fühle mich fit genug, um wieder in meine eigene Wohnung überzusiedeln.
Der nächste spannende Termin ist dann die Erstanpassung des Sprachprozessors vom 17. Oktober an!
Das weitere Abheilen geht also nur langsam voran nachdem anfangs ja alles superschnell besser wurde, aber ich fühle mich fit genug, um wieder in meine eigene Wohnung überzusiedeln.
Der nächste spannende Termin ist dann die Erstanpassung des Sprachprozessors vom 17. Oktober an!
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Mittwoch, 26. September 2007
Kontrolluntersuchung
sidonietta, 23:16h
War heute wieder in Frankfurt. Fast alles ist in Ordnung. Meine stechenden Schmerzen im Ohrbereich, die ich zeitweise bekommen habe, konnten wahrscheinlich geortet werden und ich nehme zum ersten Mal seit der OP Schmerzmittel. Fühle mich aber in Ordnung. Von außen sieht das ganze schon ziemlich gut aus, d.h. harmlos.
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Montag, 24. September 2007
wieder zu Hause
sidonietta, 12:10h
Nach nur drei Tagen durfte ich am Sonntag wieder das Krankenhaus verlassen. Die Operation war erfolgreich, soweit man das jetzt schon beurteilen kann: Die Elektrode liegt gut, ich habe/hatte keine Komplikationen oder Nebenwirkungen und bin schnell wieder auf die Beine gekommen. Mir fehlen nur vielleicht drei Quadratzentimeter Haare, das Ohr ist geschwollen und gefühllos, aber das soll sich wieder geben. Zur Zeit höre ich aber nur links und meine Stimme ist von der Intubierung (für die Narkose) heiser. Die Schmerzen halten sich in Grenzen, ich nehme keine Mittel dagegen und das einzige echte Problem ist das Schlafen: Als Bauchschläfer geht es generell schlecht auf dem Rücken, aber die rechte Seite fällt nun ja auch aus…. Ich bin daher etwas geschafft und mein Kreislauf geschwächt. Insgesamt bin ich aber fröhlich und optimistisch, dass ich von dem CI profitieren werde.
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Mittwoch, 19. September 2007
Zimmer 204
sidonietta, 17:20h
Inzwischen bin ich in der Klinik angekommen und darf den Rest des Tages vertrödeln... In der ersten Stunde wurde ich von einem eher dunklen Zweierzimmer in ein großes, freundlich-helles Dreierzimmer umgelegt, wo aber zur Zeit nur eine andere Person wohnt, die ich noch nicht gesehen habe. Die vielen Schwestern (und Pfleger!) sind nett und ich denke, ich bin hier gut aufgehoben.
Welch Glück, dass meine alte Freundin S. zwei Häuser arbeitet, so dass ich ins Internet kann, denn sonst würde mir heute doch ziemlich langweilig und ich will mich nicht vor lauter Langeweile nervös machen!
Nach dem Schreck der letzten Tage, in denen noch geklärt werden mußte, ob die Krankenkasse wirklich zahlt (die Indikation für ein CI ist aber eindeutig gegeben, weil ich Frequenzen von 1kHz erst bei 95dB höre), bin ich nun erleichtert-freudig-aufgeregt-ängstlich...
Ein Dank an alle für die vielen guten Wünsche!
Sidonia
Welch Glück, dass meine alte Freundin S. zwei Häuser arbeitet, so dass ich ins Internet kann, denn sonst würde mir heute doch ziemlich langweilig und ich will mich nicht vor lauter Langeweile nervös machen!
Nach dem Schreck der letzten Tage, in denen noch geklärt werden mußte, ob die Krankenkasse wirklich zahlt (die Indikation für ein CI ist aber eindeutig gegeben, weil ich Frequenzen von 1kHz erst bei 95dB höre), bin ich nun erleichtert-freudig-aufgeregt-ängstlich...
Ein Dank an alle für die vielen guten Wünsche!
Sidonia
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Montag, 17. September 2007
Langsam wird es konkret
sidonietta, 11:47h
Gestern habe ich das Spätsommerwetter noch einmal für eine ausgiebige Radeltour genutzt, leider wird meine Fitness stark abnehmen in den nächsten Wochen... Thürigen ist landschaftlich wirklich wunderschön - und mit radwegen sehr gut erschlossen. Zwar habe ich mich zwischenzeitlich etwas verirrt, aber mir einer Karte wäre mir das nicht passiert.
Drei Tage noch, so langsam wird mir mulmig, auch wenn ich mich gleichzeitig freue, dass es nun soweit ist.
Meine lieben Kollegen haben mich schon mit einem Knuddel-Teddy versorgt! Ich grübele, was man so alles benötigt im Krankenhaus und was nicht...
Drei Tage noch, so langsam wird mir mulmig, auch wenn ich mich gleichzeitig freue, dass es nun soweit ist.
Meine lieben Kollegen haben mich schon mit einem Knuddel-Teddy versorgt! Ich grübele, was man so alles benötigt im Krankenhaus und was nicht...
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